Story Telling: Geschichten mit Coolspots (Nov. 2018)

Wir wünschen uns immer, unser Coolspot-Management® auf einfache Weise rüberzubringen, damit Sie beim Lesen vor allem Lust bekommen, es auszuprobieren. Aber es ist nicht so einfach.
Die Schwierigkeit liegt darin, etwas zu beschreiben, das sich am besten erleben lässt. Und Erleben ist individuell, an Ort und Zeit gebunden und an ein bestimmtes Setting. Wenn man es aus größerer Distanz verallgemeinernd beschreibt, verliert es leicht an Farbe.
Hinzu kommt, dass auch das Coolspot-Management® selbst ziemlich anspruchsvoll ist, Engagement und auch Mut braucht. Es sind gewisse Voraussetzungen nötig, damit man sich auf den Weg machen kann.
Diese Voraussetzungen (Führen wollenKommunikationsraum schaffenmit den Kräften im Feld arbeiten) wollen akzeptiert und dann auch mit Leben erfüllt werden. Eigentlich geht es darum, beherzt zu führen und dazu auch zu stehen.
Es lohnt sich. Denn die Sehnsucht nach berührenden und verbindenden Momenten, in denen etwas Großes gelungen ist, sich ein Fensterchen in eine schönere Zukunft öffnet, von der man das Gefühl hat, es könnte sogar die eigene werden – diese Sehnsucht ist sehr verbreitet. Coolspots erfüllen sie.
Heute wollen wir Ihnen einfach mal Geschichten von Menschen und Teams und ihren Coolspots erzählen.
Story Telling: Geschichten mit Coolspots
Geschichte 1
Ein Führungs-Workshop für eine Runde von etwa 20 Führungspersonen aus verschiedenen Unternehmen. Die meisten kannten sich vorher nicht, kannten nur das veranstaltende Unternehmen. Ein Mitglied der Geschäftsleitung dieses Unternehmens übernahm die Gastgeberschaft und nahm am ganzen Workshop teil.
Es wurde ein ziemlich anstrengender Tag: wir lieferten viel Theorie (für manche bis kurz vor der Einschlafgrenze), dann neue Methoden und Werkzeuge, die nicht ganz einfach waren. Zwischendurch Übungen in Kleingruppen und im Plenum anhand von Anliegen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden. Also viel Zuhören und Lernen, aber auch viel Action, um das Gelernte sofort anzuwenden.
In der Schlussrunde am Ende des Tages erzählte jede/r etwas darüber, wie es ihm ergangen war und was er mitnimmt. Einige Statements: „Unsere Kleingruppe war die beste!“, „Wie lange kennen wir uns jetzt, drei Wochen, schon immer?“, „Bin ich verrückt, all diesen Fremden so schnell zu vertrauen?“, „Meine Erwartungen waren ganz andere, aber das hier war viel besser“, „Dass Atmen so interessant sein kann, und dann noch durch die Füße!“, „Dieser Tag hat mein Leben verändert: ich muss viel besser zuhören!“.
Lauter Zeugnisse kleiner Coolspots. Der Redestein, der von Hand zu Hand ging, heizte sich richtig auf, und die Atmosphäre im Raum wurde immer heiterer: Gelächter, Berührtsein, Verbindendes, gemeinsame Erinnerungen, neue Ideen, Lust auf Zukunft und Gemeinsamkeit.
In angeregter Stimmung wurden auch nach dem Ende noch Karten ausgetauscht und Verabredungen getroffen.
Geschichte 2
In einer Klinik ging es darum, der ganzen Mannschaft, also Geschäftsführung, Verwaltung, Pflege, Ärzten und vielen anderen zu einem WIR-Gefühl zu verhelfen. Alle sollten sich sowohl in ihrer Funktion als Führende und Geführte als auch als Menschen (wieder) am richtigen Platz fühlen können. Sie wollten wieder richtig gute Arbeit leisten.
Unser erster Schritt: ein Treffen mit den obersten Führungspersonen aller Bereiche zum gegenseitigen Kennenlernen. Wir luden alle dazu ein, über das zu sprechen, was sie bewegte, belastete, verärgerte – und wohin sie wollten, falls sie das schon wussten. Zu Beginn waren nicht alle begeistert, manche schienen sich an schlechte Erfahrungen mit derartigen Meetings zu erinnern. Einige tasteten sich vor, äußerten sich vorsichtig, aber der Mut Einzelner ermutigte auch andere. Zum Schluss lag auf dem Tisch eine riesige Menge Karten, die wir beim Zuhören beschrieben hatten. „Das alles haben wir gesagt?“ fragte jemand. „Ein passendes Bild für unser Chaos!“ sagte eine andere, „noch viel schlimmer, als ich dachte.“ Sie sahen sich an, seufzten, mussten dann lachen, machten bissige Bemerkungen. Erleichterung war zu spüren. Coolspot. Der Anfang war gemacht, und alle waren dabei, auch die Geschäftsführerin. Alle konnten sehen, dass es ihr ernst war mit diesem Prozess. Es konnte losgehen.
Und es ging los: In den folgenden Monaten facilitierten wir verschiedene Arbeitsgruppen. Die Beteiligten waren sehr präsent, ihre Ergebnisse machten sie zufrieden und manchmal sogar glücklich. Es gab Coolspots durch spontane Ausrufe wie: „Wer, wenn nicht wir?“ oder „Worauf warten wir noch?“ Das WIR wurde stärker, und mit ungeahnter Leichtigkeit ging es voran.
Aber dann zeigen sich Grenzen. Maßgebliche Führungspersonen kommen nicht zu den Meetings, sind nicht erreichbar, zeigen kein sichtbares Interesse. Die Zeit für ein umfassendes WIR ist (noch) nicht reif.
Geschichte 3
Der Leiter einer größeren Business Unit wollte endlich zufriedenere Mitarbeitende, weniger Unlust und Unwillen, mehr Arbeitsfreude und mehr WIR. Mit einem großen Event über einen ganzen Tag möchte er den Bann brechen, der über dem Zusammenarbeiten zu liegen scheint.
Unser Vorschlag: nicht nur ein Event, sondern einen Prozess in Gang setzen, damit nach und nach etwas Belastbares und Zukunftsfähiges entstehen kann. Bevor er irgendetwas entscheidet, legt der Leiter diesen Vorschlag sofort Mitgliedern des Teams vor: „Was halten Sie davon?“ Die meisten stimmen zu, denken sofort weiter, nennen mögliche Interessierte, um ein Vorbereitungs-Team zu bilden. Coolspot. Der Vorschlag kam im richtigen Moment und rannte offene Türen ein. Alle sind bereit. Die ersten Termine stehen schon, bevor noch alle Rahmenbedingungen geklärt sind. Aber auf die wird man sich in einem Prozess, der so leicht in Gang kommt, auch leicht einigen können.
Die transparente und partizipative Vorgehensweise des Leiters lässt die anderen sein Engagement spüren und macht es ihnen leicht, sich ebenfalls zu engagieren. Schon jetzt, bevor das eigentliche Arbeiten angefangen hat, ist bereits ein großer Schritt auf dem Weg zum WIR gemacht.

Fendel & Partner