Zukunfts­fähig
führen

„Wir wollen unsere Führungskultur so entwickeln, dass sie das abbildet, was wir jetzt wollen und was zu uns passt. Gleichzeitig muss sie so offen sein, dass sie auch mit veränderten Umständen, mit denen wir zukünftig rechnen, umgehen kann. Sie soll alle Beteiligten zum Mitmachen ermutigen. Und sie soll alle dazu anregen, die Zukunft unseres Unternehmens aktiv mitzugestalten.“

(Geschäftsführer eines Unternehmens der Immobilienwirtschaft)

Man könnte denken, Zukunftsfähigkeit sei kein Thema, sondern eine Selbstverständlichkeit für alle, die unternehmerisch orientiert sind und nach vorn denken. Wenn es allerdings ans praktische Handeln geht, gibt es doch eine Menge zu erklären und zu bedenken.

Warum? Weil man nicht wirklich wissen kann, wie es geht. Das Besondere an der Zukunft ist und bleibt ja, dass sie mit Neuem und Unbekanntem überrascht. Im übertragenen Sinne präsentiert sie so etwas wie leere Räume oder leere Orte, die zukünftig belebt und bespielt werden wollen.

Das bezieht sich auf vor allem auf den Umgang mit Spannungen und Konflikten, wozu auch der Umgang mit Minderheiten und Diversität gehört. Dann auf die Kultur von Führen und Zusammenarbeiten, und schließlich auf die Möglichkeit, wirklich offen für wirklich Neues und wirklich Überraschendes zu sein.

Zukunftsfähig Führen macht Sinn

Es zielt auf Potenzialentwicklung und auf qualitatives Wachstum, und es erlaubt Veränderung und Transformation – aus der Tiefe, und nicht von den Rändern aus. Es will alle Beteiligten dazu einladen und befähigen, ihre jeweils eigenen Fähigkeiten zum Führen weiter zu entwickeln. Es erleichtert den Beteiligten den Zugang zu dem, was sie selbst ausmacht, was Sinn macht und was alle miteinander verbindet.

Drei Prinzipien sind entscheidend

  1. Raum öffnen
  2. Bewegung möglich machen
  3. Unbekanntes willkommen heißen

Sie gelten zunächst für das innere Management aller Beteiligten selbst, dannfür das Gestalten von Beziehungen und schließlich auch für das Agieren in dynamischen und komplexen Feldern. In jeder dieser Dimensionen kann man sich von den drei Prinzipien führen lassen.

Unser Kunde begann also bei sich selbst und seinem engeren und engsten Führungskreis. Je nach individuellem Stil und eigener Geschwindigkeit fingen alle bei sich selbst an, einem inneren Management Aufmerksamkeit und Bedeutung zu geben.

Beziehungen gestalten

Im Unternehmen unseres Kunden gewöhnte man sich daran, bei „Vorfällen“, Konflikten und Herausforderungen ausdrücklich auch die Beziehungsebene zu betrachten. Zum Beispiel: Wer muss beteiligt werden? Wer ist Gast oder Gastgeber? Wer muss welche Grenzen respektieren? Wieviel Transparenz ist nötig und möglich?

In dynamischen und komplexen Feldern führen

Auch wenn man es gern anders hätte: In dieser Dimension kann man vieles nicht mehr selbst kontrollieren und muss sich auf eine robuste Basis guten Zusammenarbeitens verlassen können.  Man kann entscheidende Impulse empfangen, sie weitergeben und sich verbreiten lassen.

Unserem Kunden gelang es auch während des Corona-Lockdowns, das Unternehmen auf Kurs zu halten. In kürzester Zeit wurden für Mitarbeitende neue Arbeitsformen erschlossen und die dafür nötigen technischen Voraussetzungen geschaffen. Die Beziehungspflege mit den Kunden wurde den Gegebenheiten angepasst. Der gemeinsame Spirit hat sich intensiviert, und viele Mitarbeitende engagierten sich über ihre beruflichen Aufgaben hinaus persönlich für das Wohl der Kunden.