drei
Management-
Dimensionen

Wenn niemand bereit scheint, das Nötige zu tun:

Die drei Management-Dimensionen helfen dabei, eine Position einzunehmen, die weiterführt, und damit ins Feld einzusteigen.

„Wer andere bewegen will, bewegt am besten zuerst sich selbst.“ Die Annahme, diese oder jener sei verantwortlich dafür, dass sich etwas verändert, ist naheliegend und verbreitet. Die Annahme, dass man selbst nichts tun könnte, auch.

Tatsächlich ist es bedeutsam wahrzunehmen, wenn man etwas nicht kann. Und ebenso bedeutsam ist es, das zu tun, was man kann. Bedeutsam ist es auch, die Möglichkeiten anderer anzuerkennen und durch die eigene Handlungsweise dazu einzuladen, von ihren Möglichkeiten Gebrauch zu machen.

Drei Management-Dimensionen helfen bei der Orientierung, was im Einzelfall gerade zielführend sein könnte:

 

Erste Management-Dimension: innere Arbeit

Tun, was man kann: Meistens ist das wesentlich mehr, als man denkt oder auch möchte. Arbeit mit und an sich selbst hilft, die eigenen Möglichkeiten besser zu erkennen und sie nach und nach auch auszuweiten. Dazu gehört ein Bewusstsein der Position, die man gerade einnimmt. Durch das Arbeiten mit und an sich selbst lernt man sich besser kennen, wird sich der eigenen Haltungen und Handlungen besser bewusst und versetzt sich auch in die Lage, sie zu verändern. So kann man sich selbst führen und die eigene Position und das eigene Handeln so verändern, dass neuer Spielraum entsteht – für einen selbst und auch für die anderen.

Man kann das lernen. Einige Elemente, die dazugehören:

  • Körper, Geist, Traumelemente und Emotionen achten
  • Einen eigenen Zugang zu meditativen Zuständen pflegen
  • Mit linearen und nicht-linearen Faktoren arbeiten
  • Wohlwollen praktizieren
  • Sich führen lassen und Wachstumswege gehen

 

Zweite Management-Dimension: Beziehungen gestalten

Beziehungen sind das, was Positionen miteinander verbindet. Hier geht es darum, die Beziehungen, die man im direkten Umfeld hat, wahrzunehmen und sie genauer zu betrachten. Dadurch wird es möglich, sie bewusst zu gestalten. Man führt andere so, wie man sich selbst führt. Bei Beziehungen zu anderen kommt eine wichtige zusätzliche Komponente ins Spiel: Das Umgehen mit Distanz, Nähe und Grenzen.

Auch das kann man lernen. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Ebenso viel Respekt für die anderen wie für sich selbst
  • Das Prozesshafte der Beziehung bejahen
  • Die eigene Position zum Ausdruck bringen
  • Offenheit und Lösungsorientierung
  • Das Potenzial für qualitatives Wachstum lebendig halten.

In Abhängigkeit vom Kontext gibt es in jeder Beziehung eine Position, die mehr Möglichkeiten hat (Gastgeber) und eine Position, die das zur Verfügung gestellte Terrain nutzt (Gast). Beide Positionen sind gleichwertig. Aus beiden Positionen kann man führen.

 

Dritte Management-Dimension: Führen in komplexen, dynamischen Feldern

Hier bewegt sich das Führen in einem offenen Feld mit sehr vielen Einflussfaktoren. Die Kräfte des Feldes wirken,  und es entrollen sich komprimierte und wartende Prozesse. Da ist die eigene Wirksamkeit nicht immer so leicht erkennbar. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass es sie nicht gibt.

Hier kann man nur auf den Beinen bleiben, wenn man die erste und zweite Dimension ernstnimmt. Dann kann man das Zusammenwirken eigener Aktivitäten mit den organisierenden Feldkräften hoffentlich irgendwann einmal spüren. Der Weg, den eigene Interventionen zurücklegen, bis sie Wirksamkeit zeigen, ist nicht direkt sichtbar. Oft sind sie auch an ganz anderen Stellen wirksam als gedacht.

Wichtig in dieser Dimension:

  • Das Feld mit all seinen widersprüchlichen Positionen respektieren
  • Verletzlichkeit, Vertrauen, Kreativität, Souveränität, Geduld
  • Den eigenen hohen Rang auf dienende Weise einnehmen
  • Blockaden, Hindernisse und Konflikte als Signale zur Weiterentwicklung nutzen
  • Führen und sich führen lassen

Auch das kann man lernen.