Interner
Online- und
Offline-
Modus

Wenn es wirklich ärgerlich ist und alles nur noch mühsam aussieht,

dann ist man wahrscheinlich im inneren Offline-Modus. Und hält den alternativen Zustand, den inneren Online-Modus, für unerreichbar. Diese Bipolarität will aktiv gestaltet werden.

weitere Varianten für den inneren Offline-Modus

Der innere Zustand, aus dem heraus man kommuniziert und agiert, ist ganz entscheidend für die Ergebnisse, die erreicht werden. Schön, wenn man weiß, was zu tun ist. Noch schöner, wenn man sich auch darum kümmert, wie man es tut. Da ist bewusstes Wahrnehmen des eigenen inneren Zustands nötig. Erste Frage: Sehe ich die Welt und mich und alle anderen gerade aus einem inneren Online-Zustand oder aus einem inneren Offline-Zustand?

 

Der innere Offline-Modus

In diesem Modus ist die Verbindung abgerissen – die Verbindung zum Sinn dessen, was man tut, und damit zu allem, was Sicherheit gibt, neugierig auf Überraschungen macht, einen mit anderen Menschen oder der Natur verbindet. Zu dem, was „Zuhause“ ist, was einen im Kern ausmacht und was einen berührbar werden lässt. All das ist nicht verschwunden, aber unzugänglich geworden.

Typische Sichtweisen:

  • Man ist ein Opfer der Gegebenheiten, ohne eigene Gestaltungsmöglichkeiten
  • Alles ist sinnlos, man ist völlig allein, hat Selbstmitleid
  • Die anderen sind schuld
  • Misstrauen
  • Man „weiß“, dass nichts funktioniert, und ist sehr kreativ darin, dafür Gründe zu finden

Das Besondere dieses Modus ist auch, dass er sich über alles legt und sich mit größter Kunstfertigkeit und Raffinesse immer weiter vervielfältigt. Und er ist “ansteckend”.

Der innere Online-Modus

Der Online-Modus ist ein Zustand der Verbundenheit mit sich selbst und anderen, und er führt dazu, dass die inneren Kräfte wirksam werden können. Man weiß, wo man steht, und auch, dass man um Hilfe bitten kann. Man ist empfänglich für Resonanz und offen genug, um mit ihr konstruktiv und weiterführend umzugehen.

Charakteristisch für diesen Zustand:

  • Bewusstes Wahrnehmen und Gestalten des eigenen Zustands
  • Verbindung oder Beziehung zu dem, was einen wirklich ausmacht
  • Vertrauen ist möglich, Dankbarkeit zu empfinden, ebenfalls
  • Lebendige Interaktion mit der Umgebung, Ausrichtung auf Bewegung und Entwicklung
  • Offenheit für Überraschungen

Dieser Modus braucht persönliches Engagement. Er ist ein mutiger Zustand und empfänglich und dankbar, wenn er kreativ gepflegt wird. Wenn er in Betrieb ist, lädt er andere dazu ein, ihn ihrerseits auch in Betrieb zu nehmen.

Zugang finden und Balancen herstellen

Der erste Schritt ist es, bewusst wahrzunehmen, in welchem Modus man sich gerade befindet, und diesen Modus zu akzeptieren. Der Offline-Modus stellt sich automatisch ein, sobald der Bezug zu Sinn und Lebensorientierung verloren geht. Das geht schnell und braucht keine Extra-Anstrengungen. Der Online-Modus braucht inneres Management und immer wieder eine persönliche Entscheidung für Freiheit und Verantwortung. Beide Zustände gehören zum Leben dazu. Zum Leben von uns allen.