Teams Stärken

„Wenn ich es allein machen würde, wären wir schon lange fertig“
„Wenn ich doch nur die richtigen Leute hätte!“

Wie kommen solche Stoßseufzer zustande?

Das Aufregende – und Aufreibende – an der Arbeit in Teams ist, dass die Beteiligten all das widerspiegeln, was in der gegebenen Situation enthalten ist: Standpunkte, Haltungen, Gefühle, Widerstände, Potenziale. Die Verschiedenheit der Beteiligten zeigt die ganze Komplexität der Situation. Das kann sehr chaotisch sein, und die Vorstellung, es könne mit der Aufgabenstellung zu tun haben, mag völlig absurd erscheinen.

Hat es aber. Was sich da im Team als Missklang äußert, ist etwas, das gehört werden will und tendenziell harmonisch zusammenklingen möchte. Alles, was „abgewürgt“ wird, wird sich an anderer Stelle wieder melden, immer lauter.

Teams zu stärken heißt daher im ersten Schritt immer, Vertrauen in diesen zusammenführenden Prozess zu haben, und die Teammitglieder an diesem Vertrauen teilhaben zu lassen. Hindernisse und Probleme sind dann Fährten, die zu unerwarteten positiven Aspekten führen.

Der entscheidende Faktor in Phasen von Verwirrung und Unsicherheit ist die lösungsorientierte Energie der Führungskraft. Wenn die Führungskraft bereit ist, die eigene Position als öffnendes Element einzubringen und die Beiträge der Teammitglieder gleichberechtigt aufzunehmen, kann sich der Prozess auf sicherem Terrain entwickeln. „Was löst die aktuelle Situation in mir aus“ und „was kann ich jetzt zum Lösungsprozess beitragen“ sind Initialzündungen. „Ich weiß, wie es geht“ wirkt dagegen als Bremse.

Teamführung ist ein kontinuierlicher Prozess, der den Mitwirkenden die Chance gibt, etwas Gemeinsames entstehen zu lassen.

Fendel & Partner