In Transformationsräumen wirken große Kräfte (Okt. 2018)

Wie baut man Coolspots, diese besonderen Momente, in denen in einem Team plötzlich etwas „geht“, in die lebendige Kultur ein?
Was macht man daraus, dass in Coolspots die Beteiligten für eine kleine Weile als Menschen sichtbar werden?
Wie nutzt man Coolspots, in denen sich immer auch etwas Blockierendes (auf-)löst, als Basis für nächste Schritte?
Und wie erreicht man es, dass Coolspots das Miteinander vertiefen und robuster machen, indem sie immer selbstverständlicher werden?
Die Sehnsucht nach solchen Wirkungen ist sehr verbreitet. Coolspot-Management® beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die auf dem Weg dorthin zu bewältigen sind. Es ist ein grundlegendes Werkzeug, um Transformationsräume zu schaffen und darin zu arbeiten.
Wer Räume für Transformation einrichten will, sollte Begeisterung fürs Führen und für Kommunikations-räume mitbringen und darüber hinaus auch Spaß an einigen besonderen Geistern haben.
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In Transformationsräumen wirken große Kräfte
Mit den „Geistern“ arbeiten
Manchmal stellt man plötzlich fest: Etwas hat sich wirklich verändert. Es fühlt sich ganz anders an. Es ist leichter geworden. Da ist eine neue Resonanz. Überraschend liegt eine Super-Idee wie selbstverständlich auf dem Tisch.
Große Kräfte scheinen da am Werk gewesen zu sein. Am besten sagt man dann leise Danke und macht sich flink an die Umsetzung.
Wenn man große Veränderungen, also Transformationen, erreichen will, muss man alle Kräfte mobilisieren, die zur Verfügung stehen. Da wirken lineare Faktoren und auch nicht-lineare. Man muss bewusst mit Raum und Zeit umgehen – ebenfalls sowohl linear als auch nicht-linear. Man darf auf Ergebnisse hoffen, die oft sehr weitreichend sind.
Wenn man solche Momente tiefer Veränderung zielstrebig herbeiführen oder sie sogar zu einem festen Bestandteil in den üblichen Arbeitsabläufen machen möchte, braucht man die Bereitschaft zum Führen (siehe August-Newsletter) und zur Pflege von Kommunikationsräumen (siehe September-Newsletter). Außerdem muss man seine Aufmerksamkeit richten auf:
  • die „Geister des Ortes“ (Ortsgeister)
  • die „Geister des richtigen Moments“ (Zeitgeister)
  • „innere Verbündete“.
Die Geister des Ortes
Jeder Ort hat seine spezifische Ausstrahlung. Das trifft für physische Orte ebenso zu wie für Orte im sozialen Feld. Diese Ausstrahlung kann man sprechen lassen und sie nutzen. Ein zugewandter Ort ist besonders hilfreich, wenn man etwas tun will, das dran ist, aber sehr schwierig erscheint – vor allem, wenn es schon länger fällig ist.
Finden Sie also einen Ort, der für Sie gemacht zu sein scheint und Ihr Arbeiten unterstützt. An dem Sie sich zutiefst wohl fühlen, der Sie aufnimmt und inspiriert. So dass Sie den Eindruck haben, die Ortsgeister freuen sich, dass Sie da sind, und sind Ihnen gewogen.
 
Die Geister des richtigen Moments
Auch in jedem Zeitmoment stecken Ausstrahlung und Bewegung. Auch das kann man erspüren und diesem Eindruck folgen. Vieles läuft überraschend gut, wenn man den richtigen Moment zum Handeln nutzt. Man tut dann genau das, was gerade dran ist und stellt fest, dass vieles sich wie von selbst fügt.
Mit anderen Worten: Die Zeitgeister freuen sich, dass Sie sie hören und ihnen folgen. Das unterstützt Ihren Transformationsprozess und lässt Ihre Ergebnisse robust und länger wirksam werden.
Innere Verbündete
Transformation braucht mehr als Denken, Fakten und Zahlen. Sie lebt auch von Bildern, Träumen und Visionen, denen man Raum gibt. Schaffen Sie Zugang zu Ihrer inneren Vielfalt, um alle verfügbaren Ressourcen zu aktivieren – und regen Sie auch alle anderen dazu an. Inneres Management hilft dabei, sie am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zur Verfügung zu haben.
Wie man diese Ressourcen aktiviert, ist eine Frage des individuellen Stils. Vielleicht erinnert man sich an Menschen, deren Handeln man als stärkend empfindet. Oder man meditiert oder „reist“ mental an Orte in der Natur, die man als inspirierend empfindet. Wer diese Quellen nutzt, wird auch zu einer Quelle der Inspiration für andere. Für Führungspersonen unerlässlich.
Transformation und Transformationsräume
Transformationen können eine Antwort sein auf die Sehnsucht nach Veränderung, Bewegung, Erleichterung, Ankommen. Und auf die Hoffnung, dass Spannungen und Konflikte für irgendetwas gut sein könnten. Sie brauchen einen Raum, in dem Ortsgeister, Zeitgeister und innere Quellen gut zusammenwirken können, so dass auch Berührendes, Versöhnendes und Heilendes geschehen kann. Rechtfertigung und Druck sind nicht mehr so wichtig, Führen und Kommunikation sind essentiell.
Überraschendes und Wundersames, von dem die Beteiligten später sagen, das hätten sie sich so nicht vorstellen können, gehört immer dazu.
Formen der Umsetzung 
Es gibt verschiedene Ausbaustufen in der Arbeit mit Transformationsräumen:
1. Wenn punktuelle Konflikte und Spannungen sehr groß geworden sind und die Erkenntnis reift, dass es so nicht weitergehen kann. Man generiert, oft mit externer Unterstützung, einen „Raum“ in Form eines einzelnen Events, in dem „alles auf den Tisch“ kommen soll. Wenn es gut läuft, erlebt man Hotspots, Blindspots und auch Coolspots. Und kann anschließend feststellen: etwas hat sich wirklich verändert.
2. Man lässt Transformationräume und Coolspot-Management® zu wiederkehrenden Ereignissen werden. Sicherheit entsteht: Alle wissen, dass es eine nächste Chance zum Klären und Vorankommen geben wird.
3. Man macht Transformationsräume und Coolspot-Management® im Alltag zu einer Selbstverständlichkeit. In Meetings, beim Führen, im Zusammenarbeiten. Mit allen.

Fendel & Partner